Weiter auf der Staande Mastroute

Am 30.6.2020 fahren wir weiter . Die Durchfahrt durch Alphen an de Rhin geht wider erwarten glatt. Alle Brücken öffnen nacheinander, so dass wir in kurzer Zeit durch sind. Auch hier fallen die vielen Villen am Ufer auf.

Am Flughafen Schiphol fahren wir vorbei, wo wohl Coronabedingt wenig los ist. Vor der Brücke (Eisenbahn und Autobahn) müssen wir bis 20:00 Uhr wachten, also Mittagsschlaf.

Danach geht’s weiter bis zur Marina des WSV Amsterdam, wo wir auf den Start des Konvois durch Amsterdam warten werden. Da der wir den Konvoy am näöchsten Tag nehmen wollen, ist Hafentag.

Wir nutzen die Zeit, um mit der Bahn nach Amsterdam rein zufahren. Da ich meine Maske vergessen habe, ziehe ich mir den Pulli über den Kopf.

Wir laufen eine Zeit durch Amsterdam und schauen uns das Gewusel an. An einem netten Cafe´ machen wir Pause und genießen das Bier.

Am Abend des 1.07.2020 startet der Convoi mit vier Boten durch Amsterdam. Um 23:30 Uhr kommt über Funk die Meldung, dass um 23:55 Uhr die Brücken für kurze Zeit öffnen.

Pünktlich sind alle zur Stelle und fahren durch die Brücken. Es kommt nochmal die Durchsage zur Eile, da die Brücken schnell wieder schließen. Am Brückenpfeiler läuft dazu eine Uhr rückwärts!

Der Konvoi läuft relativ glatt durch, nur an zwei Brücken dauert’s etwas länger.

Nach der letzten Brücke nehmen wir Kurs auf den Sixhafen, wo wir gegen 02:00 Uhr festmachen und das wohlverdiente Anlegerbier trinken und dann ins Bett fallen.

Im Sixhaven

,

Planänderung

Nachdem für die ganze Woche Windstärke 6-7 und 2 Meter Welle vorhergesagt waren, habe ich mich entschlossen, die Staande Mastroute binnen durch zu nehmen. Wind und Welle in dieser Stärke genau von hinten macht keine Freude.

Also ging es erstmal durch die Schleuse Grevelingen, dann durchs Volkerak und schließlich über Hollands Diep und Dortsche Kil nach Dordrecht. Da der Wind passte, konnten wir unter Genua fast die ganze Strecke segeln.

Nach kurzem Warten vor der Spoerbrug wollten wir in den Nieuwe Haven, aber die Brücke an der Einfahrt war defekt. So sind wir in den kleinen Vereinshafen WSV Maartensgat gefahren. Sehr netter Hafenmeister, Liegeplatz direkt an der großen Kirche im Zentrum.

Mit besonderem Service für Vierbeiner.

Am nächsten Morgen ging es weiter über die Noord bis zur Ijssel.

Die Fahrt auf der Ijssel ist entspannend. Überall am Ufer kleine und große Häuser, viele Villen, alle mit eigenem Anleger.

An Gouda fahren wir vorbei, da es noch früh ist. Aber an der Autobahnbrücke hinter Gouda trifft es uns. Die nächste Brückenöffnung ist erst um 20.00 Uhr. Also ein paar Stunden warten.

Nach der Brücke fahren wir noch kurz bis Boskoop, wo wir an der Zufahrt zu einem Jachthafen übernachten.

Es geht los!

Nachdem ich einige Verbesserungen in der letzten Zeit durchgeführt habe, kann es jetzt endlich losgehen.

So habe ich Solarpanele installiert und den Autopilot modernisiert. Dazu noch viele Kleinigkeiten wie Dieselfilter u.ä..

Der Plan ist nun, am Wochenende über die Haringflietschleuse in Richtung Nordsee zu fahren.

Danach soll es über Den Helder nach Cuxhafen gehen.

Mal sehen.

Kurzfristig hat sich noch ein Mitsegler gefunden. Andreas Fallaschinski, den ich in Boulogne sur Mer auf dem Schiff von Eddy kennengelernt hatte.